Was ist eigentlich CoWriting und warum funktioniert es so gut?

Vielleicht hast du den Begriff CoWriting schon mal gehört – oder du bist zum ersten Mal darüber gestolpert. Aber was steckt wirklich dahinter? Und warum schwärmen so viele Schreibende davon, gemeinsam zu schreiben – obwohl Schreiben doch eigentlich eine stille, einsame Angelegenheit ist?

Ich nehme dich mit in die Welt des CoWritings – und zeige dir, warum gerade das Gemeinsame beim Schreiben oft den entscheidenden Unterschied macht.

CoWriting kurz erklärt

CoWriting bedeutet: gemeinsam zur gleichen Zeit schreiben – aber jede*r für sich. Kein Gruppenprojekt, kein gemeinsames Buch, kein Brainstorming. Sondern: geteilte Schreibzeit, geteilter Raum, geteilter Fokus.

Das kann virtuell stattfinden (wie in meinem CoWritingSpace), in Cafés oder bei Schreibretreats. Wichtig ist nicht der Ort – sondern die Struktur.

Typischer Ablauf im CoWritingSpace während der Schreibsessions*:

  1. Check-in: Kurze Begrüßung, in den Chat schreiben, woran man arbeiten möchte
  2. Gemeinsames Schreiben (55 Min)
  3. Check-out: Kurzer Austausch im Chat – was lief gut, wo hakt´s?

*im freien CoWriting schreibt jeder so, wie er/sie möchte.

Warum CoWriting so effektiv ist

Viele denken: Ich brauche Ruhe zum Schreiben. Das stimmt – aber „Ruhe“ heißt nicht „allein“. Beim Co-Writing passiert etwas Spannendes:

1. Du verpflichtest dich – auch ein bisschen gegenüber anderen

Wer einen Termin hat, erscheint eher. Das gilt auch für Schreiben. Allein verlegst du´s leicht. Aber wenn du weißt: Da sind andere die auch gerade schreiben, ziehst du eher durch. Und das fühlt sich gut an.

2. Du bist nicht allein mit deinem Projekt

Auch wenn jede*r für sich schreibt – du fühlst dich verbunden. Und plötzlich ist da Motivation, Inspiration, sogar Leichtigkeit. Manchmal reicht schon ein kurzer Satz im Check-in wie: „Ich hab heute keine Lust, aber ich schreibe trotzdem.“ Und du denkst: Ja, ich auch. Und los geht´s.

3. Es schafft Struktur – ohne Druck

Ein klarer Rahmen, feste Zeiten, kleine Rituale: Das hilft deinem Gehirn, in den Schreibmodus zu kommen. Du musst dich nicht erst warmdenken – du steigst einfach ein. Und das Beste: Du bist damit nicht allein.

4. Austausch, wenn du willst – Stille, wenn du brauchst.

CoWriting ist kein Schreibkurs und keine Gruppenarbeit. Du entscheidest, wie viel du teilen willst. Manche kommen nur zum Schreiben. Andere genießen den Austausch im Check-in. Alles ist okay. Es ist Raum für dich.

Für wen ist CoWriting geeignet?

  • Für alle, die regelmäßig schreiben wollen – und allein nicht so recht in Gang kommen
  • Für Kreative, die sich mehr Struktur wünschen
  • Für Schreibende mit wenig Zeit, die gezielte Schreibinseln brauchen
  • Für Menschen, die ihre Projekte endlich ins Ziel bringen wollen

Ob Roman, Tagebuch, Blogartikel, wissenschaftliche Arbeit oder Journaling – CoWriting funktioniert für viele Formate. Hauptsache: Du bringst den Wunsch mit zu schreiben.

Fazit: Gemeinsam schreiben – auch wenn jede*r für sich schreibt

CoWriting ist wie ein kleiner Zaubertrick gegen Aufschieberitis, Einsamkeit und den inneren Kritiker. Du musst dich nicht überwinden – du musst nur auftauchen. Der Rest ergibt sich.

Probier´s einfach mal aus. Vielleicht merkst du: Allein schreiben ist gut – aber zusammen schreiben ist besser. 

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Hi, ich bin Andrea – Schreibpädagogin & Co-Writing-Fan.

Hier im Blog findest du Motivation, Tipps & kreative Impulse rund ums Schreiben. Schön, dass du hier bist!

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